Ruhe bewahren – richtig handeln
Unfälle gehören zum Alltag in Schulen und Kitas: Wo gespielt, getobt, gelaufen und gelernt wird, lassen sie sich leider nicht vollständig vermeiden. Zum Glück sind Schul- und Kitaunfälle zumeist „nur“ Bagatellunfälle. Dennoch stehen Beteiligte nach einem Unfall häufig unter Stress. Hier gilt: Ruhe bewahren, die Situation einschätzen und besonnen handeln.
Nicht jeder Unfall erfordert sofort einen Notruf. Viel wichtiger ist eine unverzüglich einsetzende, gut organisierte Erstversorgung sowie die situationsangemessene Entscheidung, ob hausinterne Erste-Hilfe-Maßnahmen ausreichen, eine ärztliche Versorgung notwendig ist oder unverzüglich der Rettungsdienst alarmiert werden muss. Das Schaubild kann hierbei als Orientierungshilfe dienen und soll Lehrkräfte und pädagogisches Personal bei der Entscheidung über die notwendigen weiteren Schritte entlasten.
Voraussetzung für Handlungssicherheit und ein besonnenes Vorgehen ist eine gute Vorbereitung. Hierzu gehört, dass allen bekannt ist, wer als Ersthelfer zur Verfügung steht, wo sich das benötigte Erste-Hilfe-Material befindet, wer die Betreuung der verletzen Person und parallel dazu der Klasse/Gruppe übernimmt und wer bei Unfällen durch wen zu informieren ist. Schulen und Kitas sollten ihre internen Abläufe bei Unfällen eindeutig festlegen, diese regelmäßig im Kollegium/Team kommunizieren und in der Praxis immer wieder kritisch hinterfragen. Klare Zuständigkeiten schaffen Sicherheit für alle Beteiligten.
Gut zu wissen: Auch die Wege zur Unfall- oder Facharztpraxis bzw. ins Krankenhaus sind versichert, unabhängig von der Wahl des Verkehrsmittels. Die gesetzliche Schülerunfallversicherung übernimmt die notwendigen Beförderungskosten für den Hin- und Rückweg der verletzen Person sowie, falls erforderlich, der Begleitperson.
Unsere Grafik zeigt übersichtlich die notwendigen Schritte.
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