Virtuelles Lernen für mehr echte Sicherheit

Virtual Reality (VR) ist vor allem in den Bereichen Freizeit und Unterhaltung beliebt. Doch auch ihr Potenzial für den Arbeitsschutz wurde bereits erkannt. So können sie einen großen Mehrwert in Unterweisungen, Gefährdungsbeurteilungen und in der Ausbildung allgemein bieten. Tätigkeiten, die besonders gefährlich sind oder Situationen, können auf diese Weise vielfach und jederzeit geübt werden. Vor diesem Hintergrund entwickelte die Landesunfallkasse in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten eine VR-Anwendung „Sicherheitstechnische Unterweisung in virtueller Realität in der motormanuellen Holzernte“.

In der Praxis ist vor allem die Holzernte gefährlich. Mit dieser VR Anwendung sollen die einzelnen Arbeitsschritte möglichst realitätsnah geübt und virtuell auch Fehler gemacht werden können. Fehler, die man in der Realität nur einmal macht. Kernstück der neuen VR-Anwendung ist daher das sichere Fällen von Bäumen bei unterschiedlichen Bedingungen. Die Arbeitsschritte, Handgriffe und deren Folgen sind dieselben wie unter realen Bedingungen. Gesägt wird mit der realitätsnahen Nachbildung einer Kettensäge, die mit einem Sensor bestückt ist. Alle Bewegungen des Arbeiters mit der Säge werden eins zu eins in das virtuelle Szenario und damit an den digitalen Baumstamm übertragen.  

Sie haben Fragen zu dem Projekt? Dann können Sie uns gerne eine Email an safety4.0@spam protectkuvb.de schicken. Für Herbst 2023 ist eine Veranstaltung für unsere Mitgliedsbetriebe zum Thema "Neue Technologien im Arbeitsschutz" geplant.