Aktuelles

Bewertung von Krebsrisiken bei Feuerwehreinsatzkräften

28.07.2022

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat das mit der beruflichen Exposition als Feuerwehreinsatzkraft verbundene krebserzeugende Potenzial 2022 neu bewertet. Die IARC stuft die berufliche Exposition als Feuerwehreinsatzkraft jetzt als krebserregend für den Menschen ein (Gruppe 1).
Mit einem Informationsschreiben informiert das zuständige Sachgebiet in Kooperation mit dem IPA über die Bedeutung dieser Einstufung und die Maßnahmen, die die Unfallversicherung trifft, um die Sicherheit der Feuerwehrleute weiter zu verbessern.

Aktualisierte Normen für Verbandkästen

13.04.2022

Die DIN 13157 "kleiner" Verbandkasten C und die DIN 13169 "großer" Verbandkasten E wurden aktualisiert. Neu hinzugekommen sind Gesichtsmasken (mindestens medizinische Gesichtsmasken Typ1 DIN EN 14683) und Feuchttücher zur Reinigung unverletzter Haut. Auch die Menge einiger Verbandmaterialien wurde angepasst.

Auch in den meisten Kraftfahrzeugen ist Erste-Hilfe-Material mitzuführen. Dieses muss mindestens dem Normblatt DIN 13 164 entsprechen und geschütz verpackt sein. Während auch die DIN 13164 geändert wurde, tritt die Regelung zur Mitnahme der Gesichtsmaske erst ab der Überarbeitung der StVZO in Kraft, die noch im Jahr 2022 erfolgen soll.

Hinweise:

  • Die Inhalte der Verbandkästen finden sich in dieser Liste (Änderungen gelb hervorgehoben).
  • Vorhandene Verbandkästen können den neuen Normen entsprechend ergänzt werden.
  • Zwei kleine Verbandkästen ersetzen einen großen Verbandkasten.

Vermeidung von Infektionsgefahren beim Umgang mit geflüchteten Personen

25.03.2022

Das Sachgebiet Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen im Fachbereich Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz der DGUV hat eine aktualisierte Schrift veröffentlicht:

In diesem Zusammenhang möchten wir auch gerne auf folgende Informationen der DGUV zu diesem Thema hinweisen:

Kombinierte Atemschutz- und Expositionsdokumentation (KoAtEx-Dok)

KoAtEx-Dok
KoAtEx-Dok

11.02.2022

Bei gefährdendem Kontakt mit krebserzeugenden Stoffen, wie z. B. polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) im Brandrauch, Benzol oder Asbest, können nach längeren Zeiten Krebserkrankungen auftreten. Um auch nach Ablauf der meist langen Latenzzeiten mögliche Zusammenhänge zwischen Feuerwehrdienst und aufgetretener Erkrankung erkennen zu können, fordert die Gefahrstoffverordnung (§ 14 Abs.3 Nr. 4 und 5) seit 2005, dass Träger der Feuerwehr auch für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst

  • ein aktualisiertes Verzeichnis der Feuerwehrangehörigen führen, die Tätigkeiten mit krebserzeugenden oder keimzellmutagenen Gefahrstoffen der Kategorie 1A oder 1B ausüben.
  • Das Verzeichnis muss 40 Jahre nach Ende der Exposition aufbewahrt werden und
  • bei Beendigung des Feuerwehrdienstes hat die Kommune den Feuerwehrangehörigen einen Auszug des Verzeichnisses auszuhändigen und einen Nachweis hierüber wie Personalunterlagen aufzubewahren.

Die Kombinierte Atemschutz- und Expositionsdokumentation KoAtEx-Dok Arbeitshilfe der DGUV ist eine beispielhafte Möglichkeit der Dokumentationspflicht bei Gefährdung gegenüber krebserzeugenden Gefahrstoffen nachzukommen. Gleichzeitig können die für den Atemschutznachweis erforderlichen Daten erfasst werden. Die Angaben für das Expositionsverzeichnis können z. B. durch die Personalsachbearbeitung in die kostenfreie Zentrale Expositionsdatenbank der DGUV (ZED: https://zed.dguv.de) übertragen werden.
Eine alternative Erfassung, Dokumentation und Aufbewahrung in gleichwertiger Art und Weise ist möglich. So kann das Führen des Expositionsverzeichnisses kann auch intern im Unternehmen oder mittels anderer geeigneter Dokumentationshilfen erfolgen.

Welche Einsätze bzw. welche Feuerwehrangehörigen müssen dokumentiert werden?

In einer Erläuterung zur Arbeitshilfe wird aufgezeigt wann von einer mehr als geringen Gefährdung gegenüber krebserzeugenden oder keimzellmutagenen Stoffen auszugehen ist, die ein Führen des Expositionsverzeichnisses notwendig macht. Davon ist zum Beispiel auszugehen, wenn:

1. Feuerwehrangehörige mit krebserzeugenden oder keimzellmutagenen Stoffen in Kontakt (durch Einatmen oder Hautkontakt) gekommen sind, z. B. wenn sie sich

  • bei der Brandbekämpfung oder bei Nachlöscharbeiten in geschlossenen Räumen oder im Freien in einer Rauchschicht befunden haben und es dabei zu
  • einer sichtbaren Beaufschlagung der persönlichen Schutzausrüstung mit Brandrauch, anderen Verbrennungsprodukten oder -rückständen, wie z. B. Ruß, gekommen ist oder
  • in einer Atmosphäre aufgehalten haben, in der lungengängige Fasern wie zum Beispiel Asbest freigesetzt wurden oder

2. die Höhe der Exposition mit einem krebserzeugenden oder keimzellmutagenen Stoff der Kategorien 1A oder 1B nicht bekannt ist (Brandrauch enthält krebserzeugende Stoffe).

Krebsrisiko im Feuerwehrdienst - IPA Journal 02/2021

04.11.2021

Studie zum Biomonitoring von Feuerwehreinsatzkräften bei Realbränden abgeschlossen
Im Rahmen dieses Projektes wurde untersucht, ob und wenn ja, wie viel von krebserzeugenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) im Feuerwehreinsatz bei der Brandbekämpfung,  von Feuerwehreinsatzkräften aufgenommen werden.
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die derzeit eingesetzten Präventionsmaßnahmen, zu denen im Wesentlichen korrekt eingesetzte persönliche Schutzausrüstung gehört, geeignet sind, Belastungen gegenüber PAK zu minimieren. Hinsichtlich der PAK-Exposition ist die Tätigkeit als Feuerwehreinsatzkraft unter den gegenwärtigen Schutzbedingungen als sicher anzusehen. Die Ausgabe 02/2021 des IPA-Journals präsentiert die Ergebnisse der DGUV Studie zum Krebsrisiko im Feuerwehrdienst: Krebsrisiko im Feuerwehrdienst (PDF, 389 kB)

Spannungswarner für überflutete Bereiche (FBFHB-002)

07.06.2021

Das "Fachbereich AKTUELL FBFHB-002 - Spannungswarner für überflutete Bereiche" wurde überarbeitet.

Mit einem Fachbereich AKTUELL informiert ein Sachgebiet eines Fachbereiches der DGUV über den Stand der Technik, der Arbeitsmedizin und der Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte ar-beitswissenschaftliche Erkenntnisse. Es spiegelt die abgestimmte Meinung des jeweiligen Sachgebietes wider.

Absturzsicherung im Korb einer Drehleiter

April 2021

Zu dieser Frage nimmt das Sachgebiet "Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen" der DGUV im "FBFHB-029 "Absturzsicherung im Korb einer Drehleiter" Stellung.
Dabei wird d
as vollständig geschlossene Geländer des Korbes einer Drehleiter grundsätzlich als geeignet angesehen, um Personen gegen Absturz zu sichern.
Ob in Einzelfällen das Anlegen einer PSA gegen Absturz (PSAgA) erforderlich ist, muss bei der Beurteilung der jeweilige Tätigkeit entschieden werden.

Jugendfeuerwehr im Einsatz

21.02.2020

Aufgrund von Meldungen in den Medien erreichen uns zahlreiche Anfragen zur Mitnahme von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr in den Einsatz. Demnach dürfen Freiwillige Feuerwehren in Thüringen Jugendliche nicht mehr zu Einsätzen mitnehmen. Darauf hätten sich der Thüringer Feuerwehrverband und das Thüringer Innenministerium verständigt.

In Bayern ist die Regelung unverändert:
§ 17 (3) der Unfallverhüttungsvorschrift "Feuerwehren" verweist diesbezüglich auf landesrechtliche Regelungen. Demnach gilt in Bayern gemäß Artikel 7 des Bayerischen Feuerwehrgesetzes, dass Feuerwehranwärter ab dem vollendeten 16. Lebensjahr bei Einsätzen zu Hilfeleistungen außerhalb der unmittelbaren Gefahrenzone herangezogen werden dürfen. Auch der Landesfeuerwehrverband Bayern sieht keine Veranlassung, die bisherige gesetzliche Regelung und Handhabung zu ändern.

Nähere Erläuterungen finden sich in der mit der KUVB abgestimmten Fachinformation der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg.

Feuerwehr-Haltegurt und andere Haltesysteme in der Feuerwehr

13.06.2019

Aufgrund des Info-Blattes "Selbstrettungssystem" der Feuerwehrunfallkasse Niedersachsen vom April 2019 erreichen uns zahlreiche Anfragen zum Thema Feuerwehr-Einsatzüberjacken mit integrierten Rettungsschlaufen (IRS).
In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Fachbereich Aktuell "Haltegurt und andere Haltesysteme in der Feuerwehr"(Juni 2020). Auch hier wird darauf hingewiesen, dass Rettungsschlaufen der Klasse A nicht zum Selbstabseilen verwendet werden dürfen.
Rettungsschlaufen der Klasse A bestehen aus Gurtbändern, die auf dem Rücken und unter den Armen der Person liegen, so dass diese in aufrechter Position gerettet wird

ARCHIV (Ältere Informationen)

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