+++ Corona Pandemie +++

Hinweise zur Auswahl geeigneter Masken für Beschäftigte in bayerischen Kindertageseinrichtungen

22.02.2021

Unter anderem durch das Inkrafttreten der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sowie die Aktualisierung des Rahmenhygieneplans für Kindertagesbetreuung und HPT zum 18.02.2021 entstehen Diskussionen über die Auswahl und das Tragen geeigneter Masken für Beschäftigte in bayerischen Kindertageseinrichtungen. Mit den nachfolgenden Informationen möchten die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) und die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Trägern und Beschäftigten eine Orientierung geben. 

1.      Gefährdungsbeurteilung

Der Träger einer Kindertageseinrichtung ist nach den Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetztes sowie der DGUV Vorschrift 1 - Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ verpflichtet, zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit für Beschäftigte und Versicherte, d. h. auch für Kinder, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Dies schließt die Verantwortung für die Umsetzung zusätzlicher Infektionsschutzmaßnahmen im Rahmen der Kindertagesbetreuung ein. Hierbei kann er sich von seiner Fachkraft für Arbeitssicherheit und seinem Betriebsarzt unterstützen lassen.

Nach diesen Bestimmungen hat der Träger einer Kindertageseinrichtung festzulegen, welche Form der Maske seine Beschäftigten zu tragen haben.

2.      Maskentypen

Eine gute Übersicht und Erläuterung der verschiedenen Maskentypen sowie ihrer Schutzwirkung bietet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html Stand: 16.02.2021 10:22 MEZ).

2.1   Mund-Nasen-Bedeckungen

Alternative Bezeichnungen sind Alltagsmasken oder Community-Masken. Sie sind aus handelsüblichen Stoffen gefertigt. Ihre Schutzwirkung ist abhängig von der Dichtheit und Qualität des verwendeten Materials, der Anpassung an die Gesichtsform sowie der Anzahl der Stofflagen. Sie bieten einen Fremdschutz.

2.2   medizinische Gesichtsmaske

Bei der medizinischen Gesichtsmaske (auch als OP-Maske oder chirurgische Maske bezeichnet) handelt es sich um Einmalprodukte, die aus speziellen Kunststoffen bestehen und mehrschichtig aufgebaut sind. Sie müssen besonderen Anforderungen genügen und besitzen eine CE-Kennzeichnung auf der Maske und / oder auf der Verpackung. Diese Masken dienen vorwiegend dem Fremdschutz, schützen bei festem Sitz in gewissem Umfang jedoch auch ihren Träger. 

2.3   Partikelfiltrierende Halbmasken

Partikelfiltrierende Halbmasken (FFP2-Masken oder vergleichbare Masken, z. B. K95 oder KN95) sind im Arbeitsleben als Einwegprodukte vorgesehen. Sie sollten regelmäßig gewechselt und nach Verwendung entsorgt werden. Sie müssen dicht am Gesicht sitzen, um ihre Filterleistung entfalten zu können. In Kindertageseinrichtungen sind nur Masken ohne Ausatemventil zulässig. Diese Masken bieten sowohl einen Eigen- als auch einen Fremdschutz.

3.       Masken für Beschäftigte entsprechend des Rahmenhygieneplans (RHP) Kindertagesbetreuung und HPT

Der RHP führt in seiner Fassung vom 18. Februar 2021 sämtliche unter Punkt 2 geeignete Maskentypen als geeignete Masken für Beschäftigte auf und empfiehlt hierbei das Tragen von medizinischen Gesichtsmasken.

4.      Empfehlungen zur Auswahl geeigneter Masken

Mit Inkrafttreten der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung zum Schutz der Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten sind bei der Arbeit  mindestens medizinische Gesichtsmasken zu tragen. Auch wenn, wie in Bayern durch den RHP geschehen, abweichende Vorschriften der Länder zum Infektionsschutz im Zusammenhang mit der Betreuung von Kindern von dieser Verordnung unberücksichtigt bleiben, sollen aus Sicht der KUVB und der BGW von den Beschäftigten mindestens medizinische Gesichtsmasken getragen werden. In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf die Ergänzung des  SARS-CoV-2-Schutzstandard Kindertagesbetreuung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) (https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3849).

Darüber haben Träger von Kindertageseinrichtungen in Ihren Gefährdungsbeurteilungen auch die psychischen Belastungen ihrer Beschäftigten, z. B. die Angst vor Infektionen durch Kinder sowie weitere spezifische Rahmenbedingungen, z. B. einen hohen Inzidenzwert in der Region, zu berücksichtigen. Dies kann in der Gefährdungsbeurteilung zu dem Ergebnis führen, dass Beschäftigte partikelfiltrierende Halbmasken zu tragen haben oder ihnen dieser Maskentyp alternativ zur medizinischen Gesichtsmaske angeboten wird.

5.      Weitere Hinweise zu medizinischen Gesichtsmasken und zu partikelfiltrierenden Halbmasken

Medizinische Gesichtsmasken und / oder partikelfiltrierende Halbmasken sind vom Träger der Kindertageseinrichtung in ausreichender Anzahl zu Verfügung zu stellen. Es ist zu gewährleisten, dass

  • Nutzende in Bezug auf das Tragen und das An- und Ablegen der Masken fachkundig unterwiesen werden;
  • Masken bei Durchfeuchtung oder nach Ablauf der empfohlenen Tragezeit gewechselt werden;
  • bei FFP2-Masken eine arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten wird;
  • Tragezeiten und Tragepausen festgelegt werden.

Ein Video des Instituts für Arbeitsschutz (IFA) der DGUV zur Auswahl und zur Verwendung von FFP2-Masken finden Sie unter diesen Link https://www.dguv.de/de/mediencenter/filmcenter/gesundheit/masken/index.jsp.

Hinweise zum Schutz von Beschäftigten und Kindern in bayerischen Kindertageseinrichtungen vor einer Corona-Infektion

Hinweise zum Schutz von Beschäftigten und Kindern in bayerischen Kindertageseinrichtungen vor einer Corona-Infektion

12.11.2020

An dieser Stelle hatten wir Sie bislang, in Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS), dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), über Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten und Kindern vor einer Infektion mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) informiert.

Diese Informationen sind zu einem großen Teil in den aktuellen „Rahmenhygieneplan zur Umsetzung des Schutz- und Hygienekonzepts für die Kindertagesbetreuung und Heilpädagogische Tagesstätten“ eingearbeitet. Der Rahmen-Hygieneplan enthält damit Hinweise sowohl zum Infektionsschutz als auch zum Arbeitsschutz.

Der Träger einer Kindertageseinrichtung ist nach den Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes sowie der DGUV Vorschrift 1 – Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ verpflichtet, zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit eine Gefährdungsbeurteilung für Beschäftigte und Versicherte, d. h. auch für Kinder, durchzuführen. Dies schließt die Verantwortung für die Umsetzung zusätzlicher Infektionsschutzmaßnahmen im Rahmen der Kindertagesbetreuung ein.  Hierbei kann sich der Träger der Kindertageseinrichtung aus Sicht der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) sowie der BGW an dem  „Rahmenhygieneplan zur Umsetzung des Schutz- und Hygienekonzepts für die Kindertagesbetreuung und Heilpädagogische Tagesstätten“ orientieren.

Weitere Empfehlungen zur Umsetzung von Schutzmaßnahmen in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege finden Sie im „SARS-CoV-2 – Schutzstandard Kindertagesbetreuung“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)  https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3849.

Stellungnahme der KUVB / Bayer. LUK zu mobilen Raumluftreinigern

Oktober 2020

Sowohl geeignete mobile Raumluftreiniger als auch Lüftung können die Konzentration von Aerosolen in der Raumluft reduzieren. Allerdings haben die mobilen Raumluftreiniger keinen Einfluss auf die CO2-Konzentration und es muss immer zusätzlich gelüftet werden. Da in allen Räumen, in denen Personen anwesend sind, sowieso gelüftet werden muss, sollte der Mehrwert der mobilen Raumluftreiniger kritisch hinterfragt werden.
Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier.