+++ Corona Pandemie +++

Hinweise zum Schutz von Beschäftigten und Kindern in bayerischen Kindertageseinrichtungen vor einer Corona-Infektion

Hinweise zum Schutz von Beschäftigten und Kindern in bayerischen Kindertageseinrichtungen vor einer Corona-Infektion

12.11.2020

An dieser Stelle hatten wir Sie bislang, in Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS), dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), über Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten und Kindern vor einer Infektion mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) informiert.

Diese Informationen sind zu einem großen Teil in den aktuellen „Rahmenhygieneplan zur Umsetzung des Schutz- und Hygienekonzepts für die Kindertagesbetreuung und Heilpädagogische Tagesstätten“ vom 11. November 2020 eingearbeitet. Der Rahmen-Hygieneplan enthält damit Hinweise sowohl zum Infektionsschutz als auch zum Arbeitsschutz.

Der Träger einer Kindertageseinrichtung ist nach den Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes sowie der DGUV Vorschrift 1 – Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ verpflichtet, zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit eine Gefährdungsbeurteilung für Beschäftigte und Versicherte, d. h. auch für Kinder, durchzuführen. Dies schließt die Verantwortung für die Umsetzung zusätzlicher Infektionsschutzmaßnahmen im Rahmen der Kindertagesbetreuung ein.  Hierbei kann sich der Träger der Kindertageseinrichtung aus Sicht der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB) sowie der BGW an dem  „Rahmenhygieneplan zur Umsetzung des Schutz- und Hygienekonzepts für die Kindertagesbetreuung und Heilpädagogische Tagesstätten“ orientieren.

Weitere Empfehlungen zur Umsetzung von Schutzmaßnahmen in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege finden Sie im „SARS-CoV-2 – Schutzstandard Kindertagesbetreuung“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)  https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3849.

Stellungnahme der KUVB / Bayer. LUK zu mobilen Raumluftreinigern

Oktober 2020

Sowohl geeignete mobile Raumluftreiniger als auch Lüftung können die Konzentration von Aerosolen in der Raumluft reduzieren. Allerdings haben die mobilen Raumluftreiniger keinen Einfluss auf die CO2-Konzentration und es muss immer zusätzlich gelüftet werden. Da in allen Räumen, in denen Personen anwesend sind, sowieso gelüftet werden muss, sollte der Mehrwert der mobilen Raumluftreiniger kritisch hinterfragt werden.
Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier.

Transparente Comunity-Masken in Kindertageseinrichtungen

September 2020

Derzeit wird über die Anwendung transparenter Community-Masken, auch Visier-(Schutz-) Masken oder auch Gesichtsvisiere (face-shields) als Alternative zu Mund-Nase-Bedeckungen (MNB) diskutiert.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege führt zu dieser Fragestellung folgendes aus:
„Visier-Schutzmasken sind nicht zur Verhinderung der Virenausbreitung geeignet und erfüllen nicht die Anforderungen des Infektionsschutzes. Sie dürfen zwar genutzt werden, können aber lediglich ergänzend zur Mund-Nasen-Bedeckung verwendet werden.
Wichtig ist, dass die Mund-Nasen-Bedeckung groß genug ist, um Mund, Nase und Wangen vollständig zu bedecken und an den Rändern möglichst eng anliegt. Bei Visieren können sich Tröpfchen, vor allem durch die großzügige Öffnung nach unten und oben, nach wie vor leicht verteilen. Die relevante und notwendige Reduktion der Verteilung der Viren durch die Atemluft ist somit nicht gegeben und kein ausreichender Fremdschutz gewährleistet“ (https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/haeufig-gestellte-fragen/).

In Kindertageseinrichtungen und Schulen besteht ein verständlicher Wunsch, dass bei den dort tätigen pädagogischen Beschäftigten sowie Lehrerinnen und Lehrern die Gesichtsmimik erkennbar ist. Dennoch ist auch in diesen Bildungseinrichtungen das Tragen von Visiermasken / Gesichtsschildern als Ersatz für eine textile Mund-Nase-Bedeckung nicht ausreichend, wenn eine behördliche Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung besteht.